Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"

KomELDSünde141118
 
ELD sucht Sündenbock für scheiternden Inbetriebnahmetermin BER

Unverdrossen, ohne rot zu werden, verbreitet „Flughafenchef“ E. Lütke Daldrup (ELD; SPD), der BER wird 2020 in Betrieb gehen. Die Kapazitäten werden mit Weiterbetrieb „Schönefeld-Alt“ (SXF) und Neubau von Terminal T1E ausreichend sein und Tegel (TXL) kann darum außer Betrieb gehen, wenn 2020 der BER in Betrieb geht. Wer ELD aber hinter den Kulissen genießen darf, ahnt sehr schnell, dass er selber nicht mehr an 2020 glaubt und sein Mantra 2020 nur noch als Schutzbehauptung in die Welt posaunt.

Der Sündenbock

Man muss darum nicht mehr gespannt sein, wann und mit welcher Schuldzuweisung 2020 als nächster gescheiterter Termin verkündet und das BER Chaos weiter verlängert wird. In einem Interview („Arch+“) bereitet ELD offensichtlich, durch Benennung des Sündenbocks „Baurecht“, das 8. Scheitern eines Inbetriebnahmetermins schon vor. Man fragt sich, warum ausgerechnet jetzt aus heiterem Himmel verbreitet dieser ELD neue Erkenntnisse zum Baurecht, die keine sind? Hat er jahrelang geschlafen, nicht gemerkt wie seine Genossen auf Landes– und Bundesebene das Baurecht zu dem gemacht haben, was er heute als ein regulatorisches Korsett für Baurecht beschreibt? Soll es dieses Korsett sein, das ihn - den Tausendsassa – hindert, den BER in Betrieb zu nehmen?

Es passt als Sündenbock, wenn ELD nun jammert: Es sind die Bauvorschriften die „uns durch ein regulatorisches Korsett“ fesseln und wir darum immer unbeweglicher werden. Schuldig an diesem Konzept und „treibende Kraft hinter dem Normierungswachstum vermutet ELD Ingenieure die durch das „Normierungswachstum“ auf Gutachteraufträge hoffen“…. Um die Gedanken unbedarfter Leser von ELD‘s Ergüssen in die richtige Richtung zu steuern, haut er noch Eines drauf: ….“Vor 20 Jahren hatten wir nur 25 Prozent der Normen, die wir heute haben", sagte Lütke Daldrup der Architekturzeitschrift "ARCH+". "Ließe man von diesen die Hälfte weg, wäre es generell einfacher, billiger und effizienter in Deutschland zu bauen."

Die Wahrheit: ELD findet sich wohl damit ab, T1E bis 2020 nicht in Betrieb zu bekommen

Unabhängig davon, dass Tausendsassa ELD mit seinen zugeflogenen Erkenntnissen auch noch den Klugscheisser mimt, vertuscht er sein Motiv für die Generalschelte zum Baurecht. Es hat im Juni 2018 einen Bauantrag zum Bau eines neuen Terminals (T1E) bei der Baubehörde Dahme Spree eingereicht. Dieser Antrag ist ihm nun dank behördlicher Erkenntnisse von Bauvorschriften regelrecht um die Ohren geflogen. Die Baugenehmigungsbehörde hat ihm die beklagten Fesseln eines von ihm behaupteten regulatorischen Konzepts angelegt.

Der von ELD eingereichte Bauantrag wurde nur mit Auflagen akzeptiert, die, weil entscheidende Dokumente fehlten, anwiesen:
Bevor diese Dokumente nicht beigebracht sind, darf mit dem Bau Terminal T1E nicht begonnen werden. Anders: ELD hat einen Bauantrag eingereicht, der nicht genehmigungsfähig war, weil er unfähig ist, einen ordnungsgemäßen Bauantrag einzureichen, der den Mindestanforderungen entspricht. Mit sachlich richtigem Antrag hätte er schon seit 5 Monaten den Baubeginn gesichert. Eventuell notwendige Auflagen hätten nachgereicht werden können, was üblich ist.

Jetzt wird ELD sicher die „Baupolitiker“, seine Genossen in der brandenburgischen Landesregierung malträtieren. Sie sind es, die ganz fix das Baurecht so ändern müssen, wie es für seine Bedürfnisse am BER passt. Also: folgt ELD oder ihr tragt die Verantwortung für den nächsten Termin der Nichtinbetriebnahme. Erpressen ist der richtige Ausdruck für solche Methoden.


Redaktion NA




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Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

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