Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"


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Alle Jahre wieder – auch Lütke Daldrup (ELD) bleibt ein Mann des Ungefähren.

Seine Aussagen zur BER Betriebsaufnahme sind Verschleierung von Fakten.

Ob 2017 oder 2018 die Aussagen von ELD und Protagonisten zur Inbetriebnahme des BER sind, wie alle in dieser Sache seit 2011, die Fortsetzung einer Mischung aus Kraftmeierei, Lügen, Verschleierung und Irreführung.
Immer wieder kamen und kommen Angaben zur Kapazität die Halbzeitwerte von Monaten oder Wochen hatten und sich widersprachen. Jetzt aktuell: Doch mehr Platz am BER wie bisher angenommen. Dies ist eine der Verschleierungsaussagen die beweist: Annahmen werden zu Fakten stilisiert. Wissen tun wir nicht, aber annehmen.

Aktuell dann weiter, die Kapazität reicht um 40 Mio. Passagiere am BER abfertigen zu können. Das zusätzliche Terminal 2, jetzt Baubeginn, brauchen wir eigentlich nicht, so verkündet ELD. Mit Schönefeld–Alt (SXF), einem weiterem Zubau für 10 Mio. Passagiere, haben wir die Kapazitätsprobleme gelöst. Wie bitte darf man fragen, mit 22 Mio. im Terminal 1, in das wir weitere 5 Mio. bei Serviceverzicht rein gequetscht werden, gibt es die Gesamtkapazität dann 37 Mio. Was dann nach 2020 passiert, weil die 37 Mio. schon 2019  nicht mehr ausreichen, gehört zur Aussageabteilung „Ungefähres“. Verschleiert auch noch die Tatsache, dass bei Inbetriebnahme des Regierungsflughafens wegen Nutzung von Flugzeugabstellpositionen für Regierungsflieger, am SXF ein Kapazitätsverlust von wenigstens 4 - 5 Mio. sicher eintreten wird.

Die vollmundige Behauptung, dass Tegel (TXL) 2020 außer Betrieb gehen kann, weil die dort abgefertigten 22 Mio. Passagiere 1 zu 1 am BER ausreichend Platz haben, ist vor dem Hintergrund der Fakten Irreführung. ELD muss sich darum vorrechnen lassen, dass für die 2020 erwarteten 40 Mio. Passagiere nur eine Abfertigungskapazität von maximal 33 Mio. zur Verfügung stehen. Selbst, wenn irgendwann nach 2020 die Industriehalle Terminal 2, mit einer Kapazität von 6 Mio. Passagieren in Betrieb geht, bleiben die Abfertigungskapazitäten am BER unter 40 Mio.

Die verfluchten 5%

5% nach ELD: Wir haben einen wichtigen Teil der Prüfungen abgeschlossen oder sind in der letzten Phase. Wir haben nicht mehr vier kritische Gewerke, sondern nur noch zwei Bereiche, die unter besonderer Beobachtung stehen: die Kabeltrassen und die Brandmeldeanlagen. Das ist ein klarer Fortschritt. Wir gehen davon aus, dass wir im Sommer 2019 die Wirk-Prinzip-Prüfung, den letzten Baustein der Prüfprozesse, abarbeiten werden und der Bauaufsichtsbehörde in Königs Wusterhausen im Herbst 2019 die Fertigstellung des BER-Terminals anzeigen können.

Dann geht es los! Sommer 2019 40 Tage Wirkprinziprüfungen, „ plus etwas Vor- und Nachlauf. 2020, nach der Nutzungsfreigabe, schließt sich ein sechsmonatiger Prozess unter dem Stichwort ORAT an - Operational Readiness and Airport Transfer. Dazu gehören Tests mit der Betriebsmannschaft, unseren Systempartnern und am Schluss auch mit Komparsen. Anfangs mit mehreren hundert eigenen Mitarbeitern, die den Flugbetrieb im Terminal erproben, später mit Freiwilligen, die Fluggäste spielen.

Bereits jetzt machen sich Mitarbeiter aus Tegel mit den komplizierten Anlagen im BER vertraut. So gesehen sind wir schon seit einigen Monaten in der Betriebsübernahme.

Auch diese Sprüche, diese Abläufe kennen wir seit 2011. ELD hat von seinem Vor-Vor-Vor-Vorgänger Rainer Schwarz (und dessen Nachfolgern Amann, Mehdorn und Mühlenfeld) eines gelernt: auf jeden Fall „Sprücheklopfen“. Da wurde geprüft, 10 000 Komparsen durften Passagiere spielen. Die Berichterstattung vermeldete, die Generalprobe sei ein voller Erfolg gewesen (damals hieß der Flughafenneubau in Schönefeld noch BBI). Dann der Knall: 5% haben gefehlt und die Inbetriebnahme 2012 war Geschichte.

Darum das nächste Ablenkungsmanöver von den Fakten mit Zukunftsmusik

 „Der gute Baufortschritt am neuen Terminal T2 am BER zeigt, dass wir über die Fertigstellung des großen Fluggastterminals am BER hinausdenken. Wir haben sowohl die steigenden Fluggastzahlen als auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität unserer Fluggäste im Blick“, betont Lütke Daldrup. Und: Nach der Inbetriebnahme im Oktober 2020 werde der Flughafenstandort BER systematisch weiterentwickelt. Der neue Hauptstadtflughafen könnte notfalls auch ohne das künftige Zusatzterminal 2 in Betrieb gehen. „Wir brauchen es nicht zwingend, aber es wäre schön, es zu haben“, sagte ELD. Mit beiden Szenarien werde geplant.
Und es geht weiter: .(Pressemitteilung FBB 14.12.18) Ab Januar 2019 wird deswegen das Pier 3a, ein Gebäudeteil des Terminals A, umgebaut. Ziel des Umbaus ist es, die operativen Abläufe zu optimieren, die baulichen Ressourcen besser auszunutzen und den Passagieren zugleich eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität zu bieten.

ELD hat sich diese, seine verschwurbelte Argumentation, bei seinem in die Wüste geschickten Vorgänger Mühlenfeld  abgelesen. Mühlenfeld zum BER Inbetriebnahmetermin: 2017 ist „immer noch möglich“...“Wir sind nicht mehr allein die Herren des Verfahrens“...Die Schuldigen sind andere, die..“ jetzt ihren konstruktiven Beitrag leisten, damit wir endlich 2017 hier fliegen können“... Obwohl es jeden Tag schwieriger und enger wird, in 2017 zu eröffnen, ist es möglich. Wir sind hier kurz davor eine ganz schwierige Situation zum Ende zu führen.“

Die Protagonisten als Bauchredner

Assistiert zur Bekräftigung des Ungefähren wird ELD durch Brandenburgs Gesellschaftervertreter Ministerpräsident Woidke (SPD). Verschwurbelt wie ELD, will er die Inbetriebnahme BER 2020 nicht garantieren. Zitat: „Können Sie die Eröffnung 2020 garantieren?“ „Ich glaube, das kann auch momentan die Geschäftsführung nicht“. Aber, „Nach allen Informationen, die mir vorliegen, kann der BER 2020 eröffnet werden….“ erklärte Woidke beim traditionellen Jahresendgespräch mit der Presse. Das hatte Woidkes Vorgänger Matthias Platzeck (2012; SPD) auch gesagt. Doch kurz vor dem geplanten Start im Juni 2012 musste die Eröffnung abgeblasen werden. Es ging um 5% der Arbeiten die noch erledigt werden können. Seit 2012 sind es immer nur 5% Restarbeiten die in 6,5 Jahren nicht erledigt wurden. Was nun, was muss noch in 2019 von den übrig geblieben 5% erledigt werden?

Und das noch

Die Fluggesellschaften müssen bis Herbst 2019 wissen, ob sie vom BER fliegen können. Wieder im Klartext: Dieses Wissen setzt voraus, dass ELD im Herbst 2019 die Betriebsgenehmigung für 2020 hat. Hat ELD dann die Betriebsgenehmigung als Voraussetzung auch für die Information an Fluggesellschaften, an IATA zur internationalen Bekanntgabe und „Deutsche Flugsicherung“(DFL)? Nichts Genaues weiß er nicht! Was passiert, wenn er sie nicht hat und die Fluggesellschaften den Umzug zum BER organisiert haben? Wer die Signale realistisch wertet, kommt zum Ergebnis: der Inbetriebnahmetermin 2020 ist nur noch Fiktion, die Erklärungen von ELD sind Aussagen zum ungeordneten Rückzug.

Denn ELD baut vor für den Fall der Fälle, wenn er mit 2020 scheitert. "
Wir haben die Baustelle im Griff. Doch es geht nicht überall so schnell voran wie erhofft". Bei Brandmeldeanlage und Kabeln sei die Lage komplizierter." Wir haben dort nicht den Progress, den wir uns wünschen", schwafelt ELD nach einer Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember. Dann weiter: Auch die TÜV Experten und Termincontroller sähen diese beiden Termine kritisch. Fazit: ELD weiß um die Risiken des Inbetriebnahmetermins, denn nichts Genaues weiß er nicht. Fluggesellschaften, DFL und IATA können nicht rechtzeitig informiert werden. Damit ist 2020 ein Hirngespinst.

Wir können es nicht, gilt auch für 2019

Einer, Aufsichtsrats-Vorsitzender und immer dabei, nie da, Bretschneider (SPD) machte sich über das BER Dauerchaos auf einer Talkshow ehrlich: „ Wir können Flughafen, aber wir können nicht bauen.“ Diese Aussage ist nun Allgemeingut und Prophezeiung, die auch 2019 ein Markenzeichen der Versager sein wird. Sie steht sinnbildlich auch für eine SPD die ebenso am Ende ist.

Redaktion

NA


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Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

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