Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"


KomWans Licht090919

Späte Bekenntnisse des Betriebsleiters – BER zu klein- T2 Termin notleidend

Es kommt, wie es kommen musste! Was jahrelang bekannt war, immer mit Lügen bestritten und vertuscht wurde, wird Realität. Der vormalige Betriebsleiter, E.Kleinert, der Flughafengesellschaft FBB (bis 2018) – seitdem zum Flughafen Bremen geflüchtet - hat vor dem U-Ausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses (07.08.19) eine Katze aus dem Sack gelassen, die er zu seinen Zeiten in Brot und Lohn bei der FBB streng gehütet hat. Es geht um die Fehlplanungen im Hauptterminal T1.

Zitat Kleinert:
Der Abstand zwischen Sicherheitskontrolle und Check-in-Schaltern in der Haupthalle des Terminals1 sei zu klein, warnte Kleinert am Freitag im BER-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. „Wenn ein kleiner Stau da ist, sind die ersten Check-in-Schalter nicht mehr erreichbar.“ „Dies sei der große Flaschenhals.“

Alles schon seit 2011 bekannt

Das liest sich, als hätte Kleinert einen Geistesblitz bekommen, den er aktuell zum Besten gegeben hat. Geistesblitz, kaum vorstellbar, der Mann hat seit Jahren gewusst und geschwiegen.

Mit seinen nun preisgebenden Erkenntnissen bestätigt Kleinert, was auf Web NA (ber-na.de) schon im November 2012 zu lesen war. Zitat aus KomInbetriebn201112 BER - Inbetriebnahmetermin ein Märchen aus dem Berlin Brandenburger Märchenwunderland
"Wie mit lediglich 8 Gepäckbändern in den Spitzenstunden das Gepäck von Passagieren aus 42 Flugzeugen auch nur annähernd servicefreundlich für die Kunden „an den Mann/die Frau“ gebracht werden soll, darüber spricht Schwarz nicht. Will er nicht zugeben, dass es bis zu einer Stunde dauern kann, bis die Fluggäste an ihr Gepäck kommen, oder sie auch sehr frühzeitig im Terminal sein müssen, um ihre pünktliche Abfertigung sicherzustellen?

Er hält wohl Jedermann für so einfältig und uninformiert, dass keiner weiß, dass jedes Gepäckband pro Stunde, wenn alles gut und reibungslos läuft, maximal das Gepäck von 4 Flugzeugen bewältigen kann. Erfahren durften die Journalisten auch nicht, was so alles im Check-In-Bereich passiert.

Hier fehlen gleich bei Inbetriebnahme mit Sicherheit 60 Counter zur Abwicklung eines geordneten Betriebes. Wie es um die Funktionalität des inneren Verkehrs im Terminal, um die Stauräume an der Pass- und Zollkontrolle, sowie bei Ab- und Anflug steht, ist auch noch ein wohlgehütetes Geheimnis.

Da kann ein auf die Spitzenstunden der Terminalnutzung abgestellter Probebetrieb noch Überraschungen bieten, die aus dem Traum des modernsten Flughafens in Europa - so die Aufschneiderei von Wowereit und Co. - noch manch böses Erwachen bedeuten. Für Berlin und das Ansehen deutscher Architektur- und Ingenieurkunst ist dieser BER schon heute eine international registrierte Blamage. Diese Blamage wird auf ewig mit den Namen Wowereit und Platzeck verbunden sein. Deren Traum vom eigenen Denkmal BER ist im Sumpf von Unfähigkeit versunken."

 Weitere Erkenntnisse von Kleinert

Nicht verkneifen konnte sich Kleinert, auf die kommenden Kapazitätsprobleme durch den wackelnden Inbetriebnahmetermin des terminlich notleidenden Baus Terminal 2 (T2), hinzuweisen:
Wenn dieses nicht rechtzeitig fertig werde, müsse der BER ohne Reservekapazität in Betrieb gehen, sagte Kleinert. „Das wird kniffelig. Der Flughafen München habe seinerzeit 50 Prozent Reserve gehabt“.

Auch diese Aussage beinhaltet nichts Neues. Das hat NA schon im März 2018 (Komündenb080318 Bei den Angaben zum BER zu Kapazität und Planung stimmt nichts.) vorhergesagt.

....“So wie überall am BER der Planungspfusch praktiziert wird, muss man sich darauf einstellen, dass bei diesem simplen Terminal T 2 bald das ELD–Bekenntnis kommt: Es gibt Probleme mit dem Termin der Inbetriebnahme von T 2 für 2020. Sein „immer dabei – nie da“ Aufsichtsratsvorsitzender Bretschneider (SPD) wird dann seine geübte Gebetsmühle weiter drehen: Wir schaffen das alles, weil wir noch Puffer haben. Wie bisher immer, glauben dann simple Gemüter in der Politik an solche Behauptungen und Dummverkaufereien…..“

Wie immer, wenn NA Wahrheiten öffentlich macht, reagierten Medien und Verantwortliche der BER Fehlplanung mit Ignoranz, Schweigen, Vertuschen. Die Masche: Wie Ganoven vor Gericht, wird immer nur zugeben, was nicht mehr bestreitbar ist. Darum spätestens mit Inbetriebnahme des BER, falls er wirklich in Betrieb geht, wird dann mit schönstem Politsprech die Ganovenmentalität zum Zug kommen.

NA


____________________________________________________________________

Link anklicken, downloaden und staunen!

Hier der Link zur
Denkschrift von
Dieter Faulenbach da Costa

FDC-zu-BER
____________________________________________________________


Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

Gehen Sie bis zum Ende der Liste und rufen Sie das PDF-File "zu klein-zu teuer" auf