Offener Brief

Irreführung und Hofberichterstattung der MAZ zu Hochstapelei


Mit der Schlagzeile „Mehr Dialog, weniger Säbel“ berichtete die MAZ Zossen (24.03.15) über eine Veranstaltung des BVBB auf der Neuwahlen für den Vorstand stattgefunden haben.

Der Berichterstatter offenbart in diesem Bericht den Unterschied zwischen einem Schreiberling und einem Journalisten. Ohne auch nur den Versuch zu machen zu den Behauptungen, die er verbreitet zu recherchieren, Fakten zu überprüfen die ihm seine Exklusiv-Informanten in den Block diktiert haben, stellt er sich und die für solche Methoden bekannte MAZ Zossen, als Hof – und Bauchschreiber zur Verfügung. Wer geglaubt hatte mit dem sanglosen Abgang von 0.Baiers Hofberichterstatterin, Höhne, würde sich ihr Nachfolger an journalistischen Standards orientieren, wird eines besseren belehrt.


Zunächst, so als Auftakt für seine folgende Geschichte behauptet er, in persönlicher Wertung, das der BVBB über viele Jahre eine kompromisslose und radikale Linie, personifiziert durch Ferdi Breidbach und Mattias Stefke vertreten haben.
Ihre Liebe, so der Schreiberling, war das Austeilen und das Nutzen jeder Chance die Verantwortlichen von Politik und Flughafengesellschaft mit deftigen Worten zu kritisieren.
Diese klugscheisserische Ausbeute seiner Erkenntnisse zeigt, wes Geistes Kind hinter solcher Schreiberei steckt.
Dieser Mann hatte wohl, wie auch andere Hofberichterstatter, Harmonie – und Politikgläubige, erhofft, dass man Lügner und Täuscher, Verfassungsfeinde, die Menschen bewusst krank machen, ihr Eigentum entwerten, Kindern schwere gesundheitliche Schäden zufügen und Erholungsgebiete zerstören, mit Nettigkeiten, mit Dialogen entgegentreten muss.

Dass es sich um einen Kampf gegen die Politiker handelt, die mit der Standortentscheidung BER existentielle Fragen für die Fluglärmbetroffenen ausgelöst haben, dazu natürlich in der Hofberichterstattung kein Wort. Da gilt bei dieser Art von Berichterstattung nicht:  Wie die Politik in den Wald gerufen hat, so kam das Echo. Da sollten die Betroffenen schön brav bleiben, so die Intention des Schreiberlings. Dafür aber die Feststellung, dass seit dem Wochenende ein anderer Wind weht beim BVBB.

Da reichen als Beweisführung für diese Behauptung hohle Worte, hinter denen noch keine entsprechende Erfahrung, keine Leistung, keine Ziele, keine Problemlösungen stehen, die den anderen Wind belegen könnten. Darum ist nur ein laues Lüftchen von diesem neuen Vorstand zu erwarten. Gewissermaßen die Fortsetzung von warmer Luft!

Weil eine Frau Dorn die Nachfolge von M.Stefke angetreten hat, soll der andere Wind schon wehen. Die Dame beschreibt dann ihre Windmaschine als Eigenlobmaschine: „Ich rede mit jedem. Das ist mein Markenzeichen“. Eine Persönlichkeit mit Führungsverantwortung weiß, nicht jeder, der sich zum Plausch anbietet, ist es wert, das man mit ihm redet.
Es ist auch hochnäsig, Vorgängern mit großen Verdiensten in die Sache, einen konfrontativen Führungsstil vorzuwerfen, wenn man selbst nichts vorweisen kann.

Wie kommt diese Besserwisserin dazu Führungsstile zu beurteilen? Wo hat sie je bewiesen wie richtig geführt wird? Im VuV etwa, mit einer Hand voll Mitgliedern? Von beruflicher Führungserfahrung ist auch nichts bekannt. Aus eigenem erleben, z. B. durch langjährige Mitgliedschaft im BVBB, kann sie auch nicht urteilen. Also, ihre Bewertung zum Führungsstil ihrer Vorgänger ist dumme Hochstapelei.

Vom BVBB hat sich Frau Dorn über ein Jahrzehnt ferngehalten, ihn bis vor ca. 2 Jahren noch bekämpft. Nun legt sie auf ihren „BVBB – Einstand“ noch eines drauf: „Durch die Polemik in der Vergangenheit wurde der BVBB oft ignoriert“, so klärt sie auf.

Polemik als Grund für Ignoranz? Wer so etwas behauptet zeigt nur, dass er von Funktion des allseits geübten Stil – und Motivationsmittels Polemik nichts versteht. Sie wollen, unpolitisch wie sie sind, sich und anderen weiß machen, dass Auseinandersetzungen mit existentiellen Hintergrund durch nette Sachdiskussionen gewonnen werden können.
Das, so darf man lesen hat die Dame als Vorstand des VuV, gemeinsam mit 0. Baier, gelernt.

Insbesondere kennt sie die Probleme des Schallschutzes, so wird berichtet. Das qualifiziert dann zum Vorsitz des BVBB - das ist lächerlich!

Nun, der VuV wurde auch von Frau Dorn und dem unseligen O. Baier als Anti – BVBB – Club gegründet. Laut Satzung hat er auch nichts gegen den Standort des BER.

O. Baier, der immer gegen den Standort war, weil er gleichzeitig dafür war, von dem man nur als politische Skandalnudel und „Abwesenheits – Bürgermeister“ hört, ist nun froh, weil Dorns Vorgänger von der Bühne des BVBB verschwunden ist.
Der hat ihm als Oppositioneller ein bißchen auf die Pfoten geklopft. Das war dann Majestätssbeleidigung für O. Baier, der in Blankenfelde-Mahlow Chaos hinterlässt.
Das passt: Ein froher O.Baier und eine ihm in inniger Verbundenheit ergebene Dorn, haben sich wieder gesucht, gefunden und gemeinsam eine Suppe angerührt, die sie wohl “Dialog-Politik ohne Polemik” nennen möchten.

Anstatt, das wäre Stil gewesen, sich bei ihren Vorgängern/in, den bis 2011 über 15 Jahre treu geblieben BVBB – und Vorstandsmitgliedern zu bedanken, für deren ehrenamtliche und finanzielle Opferbereitschaft, die sicher an die 500 000 Euro geht, der unglaublichen Arbeit in 2001/2002 eine 3 monatige Anhörung mit Bravour gemeistert zu haben, eine Klage mit fast 4000 Klägern vor dem Bundesverwaltungsgericht finanziert und organisiert haben, Protestdemonstrationen mit bis zu 10 000 Teilnehmern organisierten – kommt nun eine Vorsitzende, die an dieser Arbeit keinen Anteil hatte.

Zumindest bei Herrn Stefke, der die Klamotten, wie andere Vorstandsmitglieder, wohl hingeworfen hat, hätte sie sich dafür bedanken können, dass diese ihren Vorsitz möglich gemacht haben. Sie haben von einer Wiederwahl Abstand genommen weil sie wohl der Auffassung waren, dass ein Übergewicht der Vorstandsmitglieder aus Müggelheim, einer „bedeutenden“ Ortsgruppe, als Familienbetrieb und mit unbeleckten Mitgliedern auch aus Blankenfelde Mahlow nun eine neue Zeit eingeläutet ist, in die sie nicht mehr passen.

Vielleicht war auch ihr Versagen so groß, dass sie fürchten mussten abgestraft zu werden. Da verzichtet man dann lieber auf eine erneute Kandidatur selbst, wenn das den Eindruck erweckt ein sinkendes Schiff zu verlassen.
Mal sehen, wie sie und ihre neue Gefolgschaft z. B. mit dem Mitgliederschwund fertig werden, den ihr Vorgänger und sein „allwissender“ Pressesprecher hinterlassen hat.
Es sollte ja alles besser werden, so die kühnen Behauptungen, wie unter dem Vorsitz von Frau Bothe und meinem Ehrenvorsitz. Das glatte Gegenteil ist eingetreten. Auch, ob die nun angegebene Mitgliederzahl von 2500 der Wahrheit entspricht wäre zu beweisen. Ein Mitgliederverlust von nur 500 in zwei Jahren wäre nach der chaotischen Vorstandsarbeit der letzten Jahre nahezu ein Wunder.

Für Frau Dorn ist hier die erste Baustelle. Wenn sie besser machen will, mit ihrem Markenzeichen, als ihre Vorgänger, dann heißt die Marke 5000 Mitglieder wie unter meinem Vorsitz. Motivation auch durch Polemik, hohe Mitgliederzahl und Geld in der Kasse beeindrucken den Gegner mehr als Rederei mit jedem und sind Substanz für die Aufgaben des BVBB.

Man darf die Dame, andere Klugscheisser und Besserwisser auch daran erinnern, dass es ihre Vorgänger/in alleine die „Erfolge“ für die Betroffenen durchgesetzt haben die zählen. Ob das, z. B. unzureichende Nachtflugverbot zwischen 0:00 Uhr und 5:00 Uhr (die Politik wollte den 24 Stundenbetrieb), die Lärmschutzregelung  – die sich heute als Finanzlast der FBB ebenso darstellt wie deren Unfähigkeit, sie umzusetzen, die Entschädigungsregelung von 30% des Verkehrswertes einer nicht mehr zu schützenden Immobilie, alles „Erfolge“ eines Urteils des Bundesverwaltungsgrichtes (2006) dass von BVBB – Klägern erstritten wurde.
Es ist nicht bekannt, ob Frau Dorn zumindest bei den Klägern war. Dagegen sind alle, auch ihre, Versuche gescheitert mit Jammerei und sinnlosen Aktionen mehr im Sinne von Hilfe für die Betroffenen durchzusetzen.

Alle Versuche mehr für die Betroffenen heraus zu holen, an denen sich auch Dorn, der VuV und der unselige O. Baier beteiligt haben, sind klar gescheitert.
Alle Versuche sind gescheitert, trotz großem Tamtam mit Volksbegehren, Dialogen mit Politikern eine bessere Nachtflugregelung zu bekommen, über andere Flugrouten den Fluglärm abschieben zu wollen, die Wachstumsentwicklung des Flughafens durch Betriebsbeschränkungen einzudämmen.
Der noch laufende Versuch durch Verhinderung einer dritten Start- und Landebahn eine Verschlimmbesserung gegen Fluglärm zu bekommen, wird ebenfalls scheitern.
Zurück geblieben sind resignierte Betroffene, frustrierte Aktivisten von Bürgerinitiativen und Hüllen von Bürgerinitiativen, die z. B. als unter „“Mahlower Schriftstellerviertel“ eine one woman show aber keine Bewegung sind, haben das Markenzeichen „außer Spesen“ für die Betroffenen nichts gewesen.

Seit 2010 sind die Betroffenen auch von Dorn und O. Baier, benutzt worden, um mit sinnlosen Aktionen Hoffnungen aufrecht zu erhalten. Es wurde der Eindruck erweckt, dass man mit Nettigkeiten, Plakaten und Redereien, Samthandschuhen, das Problem des Fluglärms mit der Politik lösen könne.

Die Versager bildeten sich ein, mit „Sachargumenten“ und Rederei politische Machtpositionen verändern zu können. Dieser naive, unpolitische Glaube beseitigt das Problem des Fluglärms und aller Auswirkungen des BER am falschen Standort nicht. Wer sich und den Betroffenen weiß machen will, dass man ihr Schicksal durch Lärmschutz positiv drehen kann, der täuscht und ignoriert, wie sich der BER nach machtpolitischen Vorstellungen entwickeln soll.
Das geht dann im Laufe von 15 bis 20 Jahren von 300 000 Flugbewegungen/Jahr auf 500 000/Jahr. Vor diesem Hintergrund an Lärmschutzregelungen zu basteln, eine dritte Start – und Landebahn zu verhindern um diese Entwicklung aufzuhalten, ist Selbstbetrug und Betrug an den Betroffenen.

Den Betroffenen muss endlich ehrlich gesagt werden, Lärmschutz, nur für den Innenbereich, ist nur in Immobilien möglich – die mit Ihrer Bausubstanz Schutz gewährleisten. Zu dieser Klarheit gehört dann auch welche Folgen dieser Lärmschutz für die Schlaf – und Lebensqualität hat.
Wahrheit ist auch, dass „lärmgeschützte Immobilien bis zur Unverkäuflichkeit entwertet sind. Für alle Objekte die nicht geschützt werden , das heißt für die Betroffenen in Regionen unter 55 dBA gibt es überhaupt keinen Lärmschutz.

Deutlicher: für sicher 80%, 150 000 Betroffene, gibt es keinen Lärmschutz, weder im Innen – noch im Außenbereich.


Wer Fluglärm, wer die BER–Entwicklung nicht will, wer den verfassungswidrigen, weil gesundheitsgefährdenden Fluglärm bekämpfen möchte –  muss eine Bürgerbewegung organisieren, die in ihrer Kraft an die Zeiten von vor 2006 anschließt oder sich auf den Tag X vorbereitet, wenn durch BER Betrieb das Elend in Praxis erlebt wird.

Es geht um einen neuen Standort. Das Konzept liegt beim BVBB, von mir erarbeitet, vor. Betonen will ich aber, dass Frau Dorn an diesem Konzept keinen Anteil hat.
Empfehlen darf ich aber, dass diese Standortalternative, dass einzige Zukunftskonzept ist, das offensiv positioniert ist.
Das Konzept :“Zentralflughafen für Deutschland….“ ist die einzige Alternative gegen Fluglärm und gegen die allseits anerkannte Fehlentscheidung „BER–Schönefeld“.
Wer dazu noch das auf der BVBB Webseite von mir veröffentlichte „Memorandum 2003“ als politisches „Juckpulver“ einbringt, hat ein Konzept jenseits von Unverbindlichkeit und Beliebigkeit durch Rederei mit jedem.


Ferdi Breidbach


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Der Nächste bitte…….

Mühlenfelds erste Sätze als neuer BER-Chef sprechen für sich - und gegen ihn!

Nach den öffentlich verlautbarten Sätzen des neuen Sprechers der Flughafengesellschaft (FBB), Karsten Mühlenfeld, an seinem ersten Arbeitstag, muss die Frage erlaubt sein: Ist er bescheuert oder ahnungslos?
Arbeitsbeginn im neuen Job war der Auftritt von K. Mühlenfeld vor dem „BER Sonderausschuss“ des brandenburgischen Landtags.

Auf Befragen von Abgeordneten startete er mit der Plattitüde: „Das wichtigste für mich ist, den Flughafen ans Netz zu bringen“.
Da hätte man sofort denken können, wichtig für Mühlenfeld? Ist da nun nach Mehdorn ein weiterer Egomane gekommen, der das Projekt, seinen Job, als Angelegenheit von Selbstbefriedigung versteht?

Immerhin ist dieser Satz eine Aussage. Was dann aber kam, ist entweder bescheuert oder von größter Ahnungslosigkeit und Unsicherheit bestimmt. „Wir sind ziemlich sicher, dass das Zeitfenster (gemeint war das „Terminbandzur Inbetriebnahme des BER) hoffentlich realistisch ist“, so die Fortsetzung der Einlassungen von Mühlenfeld. Mit diesem Satz , dem „ziemlich sicher“, gibt M. zu erkennen, dass er an ein "bisschen Schwangerschaft" glaubt.
Mit „hoffentlich“ beschreibt er, dass er, der Manager, vom Glauben an die Hoffnung lebt aber nicht vom Wissen um seinen Auftrag.

Nach Zeitungsberichten erläutert er dann nach der Sitzung auf Fragen nach seiner Kenntnis zu Detailplänen: „ Es sieht auf den ersten Blick realistisch aus“.

Da kann man nur sagen: Oh hättest Du lieber geschwiegen, nicht von Erkenntnissen des „ersten Blicks“ geschwafelt. Jetzt muss er bald unter Bezug auf den „ersten Blick“ die Erkenntnisse des zweiten Blicks erläutern. Mal gespannt, ob er bei seinem „ersten Blick“ die rosarote Brille aufhatte.

Lieber Herr Mühlenfeld, was Sie hier erklärt haben ist identisch mit Aussagen wie: „Nachts ist es kälter als draußen“ oder „Hinten ist länger als vorne kurz“. Diese geistlosen Feststellungen sind genauso peinlich wie „ziemlich sicher“ das „hoffentlich realistisch ist“.

Immerhin verspricht dieser Anfang einen hohen Unterhaltungswert und die Erwartung weiterer "sprachlicher Perlen" aus dem Mund Mühlenhaupts.

Redaktion Neue Aktion
NA
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BER

Synonym für Betrug, Mafiastruktur, Verantwortungslosigkeit, Unfähigkeit

Der Versuch seit Beginn der Planung in den 90er Jahren und nach der Grundsteinlegung in 2006, den Großflughafen BER zu bauen, ist ein Debakel. Der Versuch demonstriert die Unfähigkeit der Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, die Kneiferei des Bundes, ein Projekt umzusetzen, das frei von Betrug, Bestechung und Abzockerei wäre. Das Gegenteil ist Realität! Zu dieser Realität gehören nicht nur Kostensteigerungen von 1,8 Mrd. € bis aktuell sicher 6,5 Mrd. €. Realität ist auch die praktizierte Verfassungsfeindlichkeit, die mit der Tatsache belegt wird, dass der Fluglärm die Gesundheit von 100 000-en Menschen mehrerer Generationen aufs Spiel setzt und das Eigentum an privaten Immobilien enteignet. Für diese Verfassungsfeinde zählt die körperliche Unversehrtheit ebenso wenig wie der Schutz des Eigentums, beides hat aber nach Grundgesetz Anspruch auf Schutz.


Nicht nachvollziehbar ist, dass die Verfassungsfeindlichkeit, Gesundheitsgefährdung und Eigentumsvernichtung als Ergebnis der politischen Willkür-Standortfehlentscheidung in der öffentlichen Diskussion und Publizistik kaum eine Rolle spielen. Offensichtlich ist die vorherrschende Meinung, dass es einen Schutz der Grundrechte nicht geben muss, weil sich die Grundrechte dem Investitionsprojekt BER unterordnen müssten. Diese Meinung ist Ausdruck einer Verkommenheit, die wirtschaftliche Zwecke, für die es keinen Grundrechtsschutz gibt, den Grundrechten überordnet.

Wer will bestreiten oder widerlegen, dass die Verantwortlichen der Politik, festgemacht an Woidke (SPD) und Müller (SPD), die Verfassung grob missachten, in Bezug auf ihren Eid meineidig sind, weil sie die Missachtung der Grundrechte bewusst in Kauf nehmen.


Die Besudelung von Willi Brand

Das alles läuft unter dem Namen Willi Brand (SPD), dem Namensgeber des Desasters. Angezettelt ist die Besudelung dieses Mannes von SPD, CDU, Linken und Grünen. Wer wertet, was unter dem Namen des verstorbenen Staatsmannes an Betrug, Verantwortungslosigkeit gegenüber Steuerzahlern und Fluglärmbetroffenen heraus kommt, der muss im Namen von Willi Brand, seinem Ruf, als erstes die unverzügliche Endwidmung seines Namens vom Skandalprojekt fordern. Was unter seinem Namen am BER stattfindet, ist Totenbeleidigung der schlimmsten Art.
Im Klartext: Nun sind SPD Mitglieder mit Charakter aufgefordert, gegen die Totenbeleidigung einzuschreiten und dem Reg. BGM Müller (SPD) und dem Ministerpräsidenten Woidke (SPD) auf die weitere Nutzung des Namens und das Ansehens von Willi Brand sofort zu verzichten.


Niemand kann bestreiten, dass mit dem BER Debakel der große Namen eines großen Staatsmanns durch den Dreck gezogen wird. Niemand kann aber auch erwarten, dass der Besudelung ein Ende gesetzt wird. Die Besudeler wissen: Tote können sich nicht mehr wehren.


BER Verantwortliche sind Verfassungsfeinde

Weil im Wertekanon der Grundrechte der Schutz der körperlichen Unversehrtheit (Art. 2 GG) ein Menschenrecht ist, Woidke und Müller auf das Grundgesetz einen Diensteid geschworen haben und Politik die Grundrechte mit allen Mitteln schützen muss, ist zu bewerten ob, mit welchen Mitteln, die „Müllers“ und „Woidkes“ den garantierten Schutz, die Grundrechte, sicherstellen und nicht meineidig werden. Ausgangspunkt zur Beurteilung des Umgangs mit dem Grundgesetz ist der im Bauantrag festgelegte und durch Gerichtsentscheidungen bestätigte Lärmschutz (0x55DbA) in Wohn – und Schlafräumen der Fluglärmbetroffenen und der Schallschutz in sensiblen Einrichtungen wie Horten, KITAS, Schulen, Senioreneinrichtungen. Eigentümern von Immobilien und Nutzern der sensiblen Einrichtungen wird angedient, dass mit Schallschutzmaßnahmen, von Schallschutzfenstern bis neuen Dächern, der Schallschutz sichergestellt werden kann.

Mit Lüftern in Schlafräumen oder Schulklassen kann/soll die Schallschutzfunktion das Atmen von Frischluft ermöglichen, die durch geschlossene Fenster nicht in Räume gelangt.
Im Klartext ist diese Maßnahme der Versuch, durch entsprechende Baumaßnahmen die Objekte in einen künstlich belüfteten Akustikkäfig umzufunktionieren. Mit unmenschlichen Lebensbedingungen in geschlossenen Räumen soll so das Recht auf körperliche Unversehrtheit sichergestellt werden.

Die Außenbereiche, Kinderspielplätze, Sportanlagen oder Erholungsgebiete werden nicht geschützt und so ihre Funktion vernichtet. Dies ist ebenfalls unmenschlich und gesundheitsgefährdend, weil der gesundheitsgefährdende Fluglärm (zwischen 50 dBA und 90 dBA) ungebremst jeden Menschen trifft der sich im Außenbereich aufhält.
Im Klartext: Spiel und Unterweisung von Kindern ist auf Spielplätzen, Sportanlagen oder in Erholungsbereichen nur bei gesundheitlicher Gefährdung möglich.


Niemand wird bestreiten, oder in Frage stellen können, dass diese Folgen ein bewusster Verstoß gegen den Schutz der körperlichen Unversehrtheit ist und wegen der Unmenschlichkeit der aufgezwungenen Lebensbedingungen auch noch würdelos, mit Art. 1 Grundgesetz unvereinbar.


Lärmschutz ist Betrug und Ablenkung vom Lärmproblem

Bei den laufenden Versuchen eine Unmenschlichkeit, den Fluglärm, mit einer anderen Unmenschlichkeit, Lebenszwang in Akustikkäfigen mit gefährdender Nutzung selbst des eigenen Gartens, werden alle Risiken aus diesem Unsinn auf die Betroffenen abgeschoben. Über willkürliche, vom Verursacher, der Flughafengesellschaft (FBB), mit Duldung von Woidke und Müller, erstellte Gutachten werden Billiglösungen zu Gunsten der mauen Kassenlage der FBB den Betroffenen aufoktroyiert. Da wo die Kosten für einen Schallschutz 30% eines willkürlich ermittelten Verkehrswerts der Immobilie übersteigen, werden 30% des Verkehrswerts an den Eigentümer ausgezahlt.

Im Klartext: Gegen diese Methode sind die Betroffenen praktisch wehrlos, weil es gegenüber der Machtpolitik und der Durchsetzungsfähigkeit der FBB keine „Waffengleichheit“ für die Betroffenen gegen die Verursacher - FBB und Politik - gibt. Dort ist das große (Steuer)-Geld.

Niemand wird bestreiten können, dass die betroffenen Immobilien, sei „schallgeschützt“ oder mit 30% Entschädigung belastet, praktisch unverkäuflich, zumindest aber mit großen Wertverlusten behaftet, praktisch enteignet sind.


Wie bei Kommunisten – ein geschütztes Eigentumsrecht ist Theorie

Auf keinen Fall ist das Eigentum der Betroffenen, ihre Immobilie, wie das Grundgesetz verlangt (Art. 14 GG) gewährleistet. Um billig davon zu kommen, wurde mit der quasi–Enteignung, ein Betrug an den Eigentümern organisiert. Wenn, wie die Müllers und Woidkes immer behaupten, vom BER das Wohl und Wehe von Berlin und Brandenburg abhängt, dann hätten sie unter Berufung auf den BER-Bau als „zum Wohle der Allgemeinheit“ zwingend erforderlich, ebenfalls nach Grundgesetz (GG) die Immobilien der Betroffenen enteignen können. Für diese Enteignung wäre, falls die Eigentümer mit der Entschädigungshöhe nicht einverstanden wären, der Rechtsweg der Betroffenen offen und von der FBB zu finanzieren.
Weil aber bei Grundrechtskonformen Verhalten weit über 3 Mrd. an Entschädigungskosten, nicht aber wie bei der anstehenden Billiglösung 700 Mio.€ angefallen wären, haben sich die Verantwortlichen Müller und Woidke, ihre Vorgänger Platzeck (SPD) und Wowereit (SPD), gegen das Verfassungsrecht und für die Billiglösung, entschieden. Damit sind die betroffenen Menschen zur Krankheit verurteilt.

Im Klartext: Weil die Müllers und Woidkes wussten, dass sie keine Chance hatten, den Flughafen am Standort Schönefeld als “ zum Wohle der Allgemeinheit“ zu begründen, ihnen die Gerichte gesagt hätten Enteignung geht nicht, weil es andere Standorte gibt, haben sie sich für Tricksereien und Betrügereien entschieden, um billig davon zu kommen.

Niemand wird bestreiten können, dass nur über die Enteignung keine Betroffenen mehr zum Leben unter Gesundheitsgefahren gezwungen worden wäre und so gleichzeitig im Sinne des Grundrechtsschutzes gehandelt worden wäre. Das Problem der Gesundheitsgefährdung wäre durch Umplanung an einen anderen Standort hinfällig geworden.


Lärmschutz - ein willkommenes Manöver zur Ablenkung von der Ursache des Fluglärms und den Rechten aus dem Grundgesetz

Die nun seit Jahren andauernden Auseinandersetzungen um den richtigen Lärmschutz, das Hochjubeln jeweiliger Betrugslösungen zum exzellenten Lärmschutz, sind das strategische Mittel der Verantwortlichen in SPD, CDU, Linke und Grüne um von der Tatsachen abzulenken, dass es Schutz gegen Fluglärm nicht gibt, mit allen Maßnahmen des Lärmschutzes wird nur der Teufel mit dem Belzebuben ausgetrieben. Bewusst wurde auch in den Bürgerinitiativen verschwiegen, dass 180 000 Fluglärmbetroffene keinen rechtlichen Anspruch auf Lärmschutz haben. Bewusst wurden sie nicht aufgeklärt, dass auch sie nur vom Fluglärm befreit sind, wenn die Meistbetroffenen, die Rechtsanspruch auf passiven Lärmschutz haben, keinen Fluglärm mehr ertragen müssen.

Beide Gruppen der Betroffenheit sind siamesische Zwillinge sie an einen Standort verbunden sind. Mit der Diskussion und den Auseinandersetzungen um das „Für“ und „Wider“ von Lärmschutzmaßnahmen haben die BER Durchsetzer zudem das Instrument, um von der einzigen Ursache des Fluglärms abzulenken, der Lage der Start und Landebahnen.
Im Klartext: Wer als Heil gegen Fluglärm den Lärmschutz verkündet, den Betroffenen weiß macht, dass der Lärmschutz an ihrem Eigentum ihren Wohnstandort wegen der Nähe zur Lärmquelle, der Lage der Start– und Landebahnen, auch noch attraktiv wird, der ist Betrüger. Beim Lärmschutz geht es dem Lärmverursacher und dem Gesetzgeber aber auch darum, die Schutzrechte nach Gesetzen und Grundgesetz mit einer untauglichen Maßnahme auszuhebeln und in der nicht betroffenen Öffentlichkeit den Eindruck zu verfestigen, dass es bei Betroffenen keine Gesundheitsgefahren gäbe.


Niemand wird bestreiten können, dass die Auseinandersetzungen, die unsägliche Lärmschutzpropanda, nur zwei Ziele verfolgt: Erstens: der BER Standort Schönefeld muss bleiben weil die Verantwortlichen ihre Standortfehlentscheidung ohne jede Rücksicht auf Grundrechte durchsetzen wollen. Es geht um Demonstration von Machtpolitik gegen Bürgerrechte. Zum Zweiten soll die Propaganda vertuschen, dass Lärmschutz das Problem des Fluglärms nicht löst und den Betroffenen soll so zugemutet werden, dass sie auf Rechte aus dem Grundgesetz verzichten müssen.


Die Hilfstruppen

Um von der Ursache, der Lärmquelle, dem Standort, abzulenken, wird die Auseinandersetzung um den „richtigen“ Lärmschutz mit ständig neuen Tricks und betrügerischen Behauptungen angeheizt. Berufene und Unberufene verdummteufeln die Betroffenen mit immer neuen Behauptungen zum Einsatz eines exzellenten Lärmschutzes. Aus Absicht, weil „Gesandte“ oder als Wichtigtuer, zur Abarbeitung von Komplexen und Minderwertigkeitsgefühlen, treten sie als Vertreter der 5. Kolonne der BER-Gescheiterten aus der Politik an. Ohne Scham, Verantwortungsgefühl und gerichtsfester Sachkenntnis bieten sie sich als Berater an, die den Betroffenen vorgaukeln wie sie ihre Rechte durchsetzen können. Diese Hochstapler treten als Experten in Veranstaltungen für betrogene Lärmschutzberechtigte ebenso auf wie als Experten vor Parlamentsausschüssen. Dabei verschweigen sie, dass selbst ausgebuffte Rechtsanwälte und Bauingenieure bisher kein Mittel gefunden haben, um den Lärmschutzbetrug abzustellen.

Im Klartext: An ihrem Einsatz auch im Auftrag von Bürgerinitiativen wird klar, dass die Initiativen bis heute nicht erkennen wollen, wo auch sie versagt haben. Sie sind „Wölfen im Schafspelz“ nachgelaufen die sie nun nach getanem Werk verlassen haben. Wie nach einem Strohhalm wird nun alles mitgetragen, was Betroffenen vortäuscht wie immer noch für ihre Interessen gekämpft wird. Dabei vertuscht man so gleich die sinkende Bedeutungslosigkeit durch fehlende Strategie und Schwund der Kampagnenfähigkeit.


Niemand wird bestreiten können, dass die Träumereien vom Lärmschutz als Lösung des Fluglärmproblems eine Täuschung sind. Zumindest muss darüber in den Bürgerinitiativen, so weit noch existent, darüber nachgedacht werden, wohin die Diskussionen über Lärmschutz, Flugrouten, Nachtflugverbote und Forderungen nach Flugbeschränkungen geführt haben. Es müsste nachgedacht werden wo der BER heute wäre, wenn man nicht falschen Propheten nachgelaufen wäre und stattdessen mit aller Kraft die Ursache, den Standort, bekämpft hätte. Wer nicht bereit war, gegen den Standort zu kämpfen, der ist bis heute unglaubwürdig, wenn er den Betroffenen vormacht, dass Lärmschutz sie vom Fluglärmproblem befreite.

Fazit:
Es ist verständlich, wenn Betroffene mit laienhaften Kenntnissen und Erkenntnissen, in der Resignation vor dem “Unvermeidlichen“, auch nach dem „Strohhalm Lärmschutz“ greifen. Jeder sollte sich aber Fragen, ob er in der Vergangenheit für eine Lösung eingetreten ist, die nicht den Strohhalm erfordert. Jeder sollte auch wissen, dass es im Laufe der sicher 100jährigen Existenz des BER, mit 500 000 Flugbewegungen im Jahr, und mehr, immer schlimmer wird mit dem Fluglärm. Darum ist es richtig den passiven Lärmschutz als Verschlimmbesserung der Situation zu verstehen und dann den Kampf gegen den Standort erst recht aufzunehmen. Die Perspektive, den BER am Standort Schönefeld los zu werden hat Zukunft. Die Politik wird den BER Unsinn nicht über 100 Jahre durchhalten. Es sei denn, 100 000 Bürger in der Fluglärmregion werden abgesiedelt, um dann ungestörten Platz für Fluglärm zu haben.

Radaktion
Neue Aktion (NA)



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Letzte Zuckungen im BER-Desaster

Die mehrheitliche Wahl des FBB–Aufsichtsrates von C. Mühlenfeld als neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der FBB ist mit „letzten Zuckungen des Desasters“ richtig gewertet.
Es wurde für ein Jahresgehalt von sicher 750 000 Euro ein Manager bestellt, der nicht etwa für die Lösung der Katastrophe bezahlt wird.

Man mag es nicht glauben, Mühlenfeld wurde auserkoren, weil er in Funktion eines Frühstücksdirektors gute Stimmung in der Politik und der Öffentlichkeit machen soll. Ausdrücklich begründet wird seine Qualifikation mit „Heimatverbundenheit“, „Vernetzung in der Region“ und „Diplomatischen Fähigkeiten“.
Er brauche
keine Qualifikation, die für den Bau eines Großflughafens, die Sicherstellung seiner Funktionalität und die Aufnahme seines Betriebs notwendig wäre.

Diese Qualifikation sei durch einen Techniker namens Marks schon ausreichend vorhanden. Es passe doch: Marks für Murks und Mühlenfeld für die Stimmung. Dazu eine „Mannschaft“ deren Qualifikation und bisheriges Handeln ein sicherer Beitrag dafür war, wie das Projekt vor die Wand gefahren wurde. In diese Suppe von Unfähigkeit passt dann auch die Bereicherung von zig Unternehmen und Beratern, denen ein gesteigertes Interesse an der Inbetriebnahme nicht unterstellt werden kann. Denn: solange an der Fehlplanung gebastelt wird, so lange wird gezahlt und damit verdient. Wenn es nicht reicht, wird mit Korruption nachgeholfen.
Darum ist das BER Debakel nicht nur eine unerschöpfliche Quelle für Spaßmacher, sondern auch für Unternehmen und Berater, die auf welchen Wegen auch immer lukrative Honorierungen kassieren oder kassierten.


Es ist anzunehmen, dass der Öffentlichkeit, den Medien, den Kontrollorgane der Politik bis heute weder Ursachen noch der gesamte Umfang des Untergangs der BER–Blütenträume bekannt oder gegenwärtig ist. Es ist die Wissenslücke, die bis heute verhindert zu erkennen, dass das ganze BER–Projekt ein Sumpf ist, in dem das Recht, das Grundgesetz, die Verantwortung für Steuermilliarden abgesoffen sind. Die nackte Wahrheit heißt darum: Es ist kein Projekt in 100% Verantwortung der Politik, von CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke so vor die Wand gefahren worden, mit so viel Ignoranz und mangelnder Achtung vor dem Bürger und seinen Rechten, wie der Versuch, einen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld zu bauen.

Unbestreitbar ist der mit Desaster umschrieben Status des Versuchs, einen Großflughafen BER betriebsbereit fertig zu bauen, eine Bankrotterklärung in sieben Positionen die nicht ausgeräumt werden können, selbst wenn die Propagandaaussagen irgendwann wahr würden und der BER in Betrieb ginge.

1.
Unfähigkeit der politisch Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg in einem Zeitraum von 20 Jahren einen Aufsichtsrat so zu besetzen, dass dessen Qualifikation ausreicht, um normale Kontrollfunktionen eines Aufsichtsrates, die fachlich vertretbare Besetzung von Managerpositionen, wahrzunehmen und für die Umsetzung des Ziels an fachlich qualifizierte Berater zu binden

2.
Für Architekten, Ingenieure und Projektplaner, die nicht in der Lage waren die angekündigte „Kathedrale des 20. Jahrhunderts“, den angekündigten modernsten Flughafen Europas in der Komplexität seiner Funktionen, von Bauleistungen und Bauabläufen und seinen kapazitiven Anforderungen zu meistern, tragen die Gesellschafter (Berlin, Brandenburg und Bund) die volle Verantwortung.

3.
Eine unzureichende und manipulierten Kostenplanung, die einen wirtschaftlichen Erfolg des BER unmöglich macht und nie einen „Wiederverkaufswert“ des BER für private Inverstoren sichert und möglich macht, ist systemischer Bestandteil des Versagens von Aufsichtsrat und Geschäftsführung.

4.
Die Raumunverträglichkeit des BER, seine Jahr für Jahr wachsenden Folgen der Gesundheitsgefährdung und Störung der Nachtruhe, Zerstörung der Außenbereiche als Lebensbereiche, Zerstörung von Natur/Erholungsgebieten durch Fluglärm und Schadstoffe und die latente Katastrophengefahr ist ein nicht lösbares Problem, das den Flughafen zu einem aggressiven Dauerproblem für Betroffene, Gemeinden und Politik macht. Ursache aller Probleme des BER Desasters ist die Standortfehlentscheidung als Ergebnis politischer Ignoranz gegenüber Expertenrat und Arroganz gegenüber den Menschen, denen als Folge dieser Arroganz Lebensqualität und Lebensplanung zerstört wurde.

5.
Der nicht mögliche bauliche Lärmschutz von 10 000 Immobilien, unzureichender Lärmschutz von weiteren Tausenden Immobilien und damit ca. 80 000 Menschen im sog. Tagschutzgebiet, Horten, KITAS und Schulen bedeutet zum einen Enteignung von privatem Eigentum wegen Unverkäuflichkeit, zum anderen in Akustikkäfige umfunktionierte öffentliche Einrichtungen, die Unterweisung und Lernen unter natürlichen Bedingungen ebenso unmöglich machen wie Spiel und Aufenthalt von Kindern im Außenbereich.

6.
Die großflächige (zunächst 70x35km) Belästigung von anfangs ca. 180 000 Menschen, die die Folgen des Fluglärms wegen angeblich nicht vorhandener Auswirkungen auf die Gesundheit auch über Generationen ertragen sollen. Nachtruhe wird es für alle Betroffenen nie geben

7.
Jeder der für den Lärmschutz kämpft, kämpft für den Standort. Jeder der sich einschwätzen lässt, dass Lärmschutz den Fluglärm erträglich macht, verkennt die Tatsache, dass der Lärmschutz das Mittel ist, um den Standort zu sichern und den Widerstand der Menschen gegen Fluglärm zu brechen. Wer den Menschen nicht sagt, dass es zwischen Grünheide und Teltow nur Lärmschutz ohne BER in Schönefeld gibt, ist ein Wolf im Schafspelz.

Wie soll man die für das Versagen in den sieben Positionen Verantwortlichen nennen? Welches Etikett muss man Ihnen verpassen, um treffsicher ihre Verfehlungen aufzuzeigen? Diese Fragen stellen sich, wenn man das Wirken der BER Gesellschaftervertreter, Wowereit/Müller (SPD) Berlin, Platzeck/Woidke (SPD) Brandenburg, Dobrindt (CSU) von Behörden und Beamten ohne Charakter und Mut „vor dem Fürstenthron", dazu die zahlreichen Aufsichtsräte und die Abgeordneten in den Parlamenten die im Auftrag des Volkes verantwortlich sind für den schweren Schaden, der dem Volk zugefügt wird, festgemacht werden? Jeder der Verantwortung in der Geschäftsführung der FBB für den BER übernimmt, muss sich diesen Fragen unterwerfen. Die Antwort auf diese Fragen ist unwiderlegbar, wenn sie sich auf die Grundrechte nach Grundgesetzt stützt, am Urteil von Fachexperten orientiert, und nach ganz normalem Menschenverstand getroffen wird.

Fazit

Planungspfusch, Unfähigkeit Bauabläufe zu sichern, unzureichende Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften beim Brandschutz oder der Haustechnik, katastrophales Kostenmanagement, Korruptionsvorgänge und Managementfehlentscheidungen kann man vielleicht noch als lässliche Sünde abtun, weil es bei allen Bau–Großprojekten solche Probleme gibt. Die lässliche Sünde hört aber genau da auf, wo systematisch und vorsätzlich Schutzrechte der Menschen missachtet werden.

Wer durch politische Entscheidung Menschen bewusst krank macht, privates Eigentum quasi enteignet, Kinder krank macht, um einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, der verstößt bewusst gegen eine Rechtsordnung, die das Wohl der Menschen sichern soll, und gegen Grundrechte, gegen die Verfassung. Wer, wie namentlich Woidke (SPD), Müller (SPD), Dobrindt (CSU) und die Abgeordneten der sie stützenden Parteien bewusst Menschen krank macht, ihr Eigentum der Enteignung preis gibt, ist Feind der Verfassung.

Nicht in der Theorie, wie Rechtsextreme und Linksextreme ohne politische Macht, sondern in der Praxis der Machtausübung. Für die Betroffenen Ihrer Politik, für nachdenkliche Zeitgenossen die Politik bewerten, sind sie es, die die Demokratie und den Rechtsstaat aushöhlen und Parteien nicht mehr wählbar machen.

Redaktion
Neue Aktion (NA)